Zuverlässige Modulelektrik erspart Ärger bei Treffen

Eine zuverlässige Modulelektrik erspart viel Frust bei Treffen. Im Gegensatz zu stationären Heimanlagen werden die Module auf- und abgebaut, im Auto oder Anhänger transportiert, herum getragen und auch sonst schon mal recht unsanft behandelt.

Daraus ergeben sich einige Anforderungen an die Elektrik des Moduls:

Der Aufbau muss mechanisch stabil sein. Es sollen sich keine Verbindungen unbeabsichtigt lösen können. Es sollen keine Kabel herunterhängen, an denen man hängenbleiben könnte. Durch Bewegungen dürfen keine Lötstellen reißen.

Der Aufbau soll schnell gehen, also wenige, aber zuverlässige Verbindungen.

Die elektrischen Anforderungen und Vorschriften müssen erfüllt sein. Keine 230 Volt Netzspannung unter dem Modul. Ausreichend dimensionierte Kabelquerschnitte, keine unnötigen Spannungsabfälle.

Elektrik unter den Modulen
Bei der Verkabelung eines Moduls

Ich verwende üblicherweise für die Fahrspannung 1 mm² Litze. Bei Treffen können die Entfernungen zwischen Booster und Modul schnell 10 Meter und mehr betragen, ein ausreichend dickes Kabel verringert den Spannungsabfall. Auf Treffen habe ich schon erlebt, dass Module mit dünner 0,14 mm² Litze das Digitalsignal so verschlechtert haben, dass Loks nicht mehr zu steuern waren.

Längs unter dem Modul bringe ich einen einfachen Kabelkanal an, darin sind alle Fahrspannungsleitungen gebündelt. Abzweigende Leitungen befestige ich mit Kabelbindern und den dazu passenden Haltern.

Verbinder für Modulelektrik
Verbinderklemmen für Abzweigungen

Nach schlechten Erfahrungen schließe ich jedes Gleis mindestens zwei mal an, denn beim Transport  können Schienenverbinder oder Lötstellen durch mechanische oder thermische Belastungen den Kontakt verlieren. Dadurch ergeben sich relativ viele Abzweigungen in der Modulelektrik, für die Verbindungen nehme ich die Verbindungsklemmen von Wago, die auch für Litze ohne Aderendhülse zugelassen sind.  Im Bild oben sind solche Klemmen dargestellt, alle 5 Steckplätze einer Klemme sind elektrisch miteinander verbunden. Die orangefarbenen Hebel können hochgeklappt werden und dann die unverzwirbelte Litze ohne Kraft eingeschoben werden. Herunterklappen der Hebel klemmt das Kabel zuverlässig. Eine gute Beschreibung der Klemmen gibt es beim Hersteller: Verbindungsklemme 221

XLR-Verbinder zwischen Modulen
Die Verbindung innerhalb der Modulgruppe mit XLR-Verbindern

Laut Fremo-Norm werden zwischen Modulen Laborstecker mit 4 mm Durchmesser (Bananenstecker) genutzt. In einer Modulgruppe können aber abweichende Verbinder benutzt werden. Ich habe mich für die dreipoligen XLR-Verbinder von Neutrik entschieden. Diese vertragen mehrere Ampere und sind unverwüstlich, aber vor allem schnell und blind zu stecken und wieder zu lösen und haben eine Sicherung gegen versehentliches trennen.

Im Bild oben ist auch eine ältere Bauform der Verbindungsklemmen zu sehen. Das gelbe Kabel ist die Herzstückpolarisierung, auf die man bei Spur 0 auch nicht verzichten sollte – so kommt es zu keinen Aussetzern von Loks ohne Energiespeicher. In die Weichen von Lenz mit Gelenkzungen habe ich zusätzlich Brücken eingebaut, da ich den Kupfer-Kontaktblechen in der Weiche keinen dauerhaften Widerstand gegen Oxidation zutraue.

Bislang funktionieren die Module dank der Maßnahmen sehr zuverlässig.

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