Rostiger Radsatz – Welche Farbe nehmen?

Ein rostiger Radsatz sieht gleich viel realistischer aus, denn durch den Abrieb von Bremsen, Rad und Schiene entsteht Flugrost, der sich auch am Rad niederschlägt. Kürzlich wurde ich gefragt, welchen Farbton von welchem Hersteller ich zum Anmalen verwende.

Wie sieht ein rostiger Radsatz aus?

Es gibt kein allgemein gültiges Rezept, wie ein Radsatz auszusehen hat. Man sollte sich aber nicht an lange stehenden Fahrzeugen, wie in Eisenbahnmuseen orientieren, da der Rost mit der Zeit immer dunkler wird und kein neuer Rost hinzukommt.

Ein alter Radsatz von oben
Ein ungebremster Radsatz eines abgestellten Kübeltragwagens
Vorbild Radsatz
Es kann Unterschiede zwischen Radreifen und Scheibe geben
Radsatz beim Vorbild
Ein regelmäßig hinter Dampfloks laufender Radsatz

Ein einheitliches Bild sieht anders aus. Was kompliziert und verwirrend erscheint kann ein Vorteil sein, denn man kann nicht wirklich etwas falsch manchen!

Schmutziger Radsatz
Gealteter rostiger Radsatz

Übrigens können Schienen wieder ganz anders aussehen, wie beispielsweise die Rillenschienen.

Welche Farben verwenden?

Ich nutze zum Lackieren von Radsätzen gern die Acrylfarben von Tamiya aus der XF Serie. Diese Farben haben einen Alkohol als Lösungsmittel, trockenen schnell auf und lassen sich mit dem Pinsel oder der Airbrush verarbeiten. Alternativ kann man Farben von MR Hobby Color verwenden. Mit Isopropanol lässt sich auch getrocknete Farbe wieder entfernen. Beide Farben haften gut auf Metall und Kunststoff.

Farben für Radsatz
Welche Farbe für einen rostigen Radsatz nehmen?

Als Farbtöne verwende ich mattes Braun XF-10, Nato-Braun XF-68 oder Hull Red XF-9. Das im Bild gezeigte Rostrot ist mir fast schon zu rötlich, aber mischen ist ja erlaubt.

Vor dem Lackieren reinige ich die Radsätze mit einem Tuch und etwas Isopropanol. So werden Rückstände, wie Öl aus der Fertigung oder Fingerabdrücke entfernt. Den Lack trage ich 1-2 mal mit dem Pinsel auf, eine Grundierung ist nicht notwendig. Damit die Finger sauber bleiben spanne ich die Radsätze in eine Halterung von Bünnig Modellbau, die es auch  mal als Beilage zum Spur Null Magazin gab. Nun alles anmalen, die Radsatzwelle nicht vergessen, nur die Achsstummel und die Laufflächen aussparen.

Ich bearbeite immer mehrere Radsätze auf einmal, so habe ich einen kleinen Vorrat. Vor dem Einbau gönne ich den Lagerflächen noch ein wenig Schmiermittel.

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