Der Otmm 61 ist ein offener Trichterselbstentladewagen. Typischerweise wurden damit nässeunempfindliche Schüttgüter transportiert, die am Zielort dosierbar mit Hilfe der Schwerkraft entladen wurden. Das Modell von Lenz finde ich durchaus gelungen, aber einige Details machen es eher zu einem Epoche-4-Modell und um ein paar Grobheiten möchte ich mich auch kümmern.
Vorarbeiten am Otmm 61
Zuerst musste ich das Modell vollständig demontiert werden, damit ich die Pufferhülsen abfräsen konnte. Also alle Schrauben raus, die Schieber und Schütten aushängen und den Aufbau vom Rahmen des Otmm 61 abklipsen.

Währenddessen habe ich immer wieder Fotos gemacht, sonst hätte ich den Wagen nicht mehr zusammen bekommen. Die Puffer und das Laufwerk von Andreas Schuster habe ich brüniert.

Puffer und Laufwerke hatte ich schnell angebaut, darin habe ich schon Routine.

Der Wagen soll Leitern, ein Bühnengeländer mit Bremskurbel und Rangierertritte von Petau bekommen. Damit nahm mein Drama seinen Lauf.
Was nicht passt, wird …
… passend gemacht. Doch der Reihe nach. Mit Hilfe der Lehren habe ich die Anbauteile zusammengebaut.

Die Leitern fand ich schon schwieriger, doch mit etwas tricksen ging es.

Und irgendwann war ich dann fertig und zufrieden.

Nachdem alles grundiert und lackiert war wollte ich die Trittstufen der Bühne montieren, aber die senkrechten Halter wollten so gar nicht zum Wagen passen. Da waren scheinbar ein paar falsche Teile im Tütchen und ich habe nicht vor dem Löten nachgemessen. Also habe ich einen Halter des Tritts wieder abgelötet und versetzt. Hoffentlich misst ein Bundesbahnoberrat nach!

Holz für den Otmm 61
In Epoche 3 waren die Bühnen mit Holz belegt, das Modell hat aber Nachbildungen von Gitterrosten, das wollte ich ändern und gleichzeitig die Löcher im Untergestell abdecken, wo früher die Kupplungskulisse war.

Nach dem Ausmessen und Zeichnen habe ich eine Papierschablone gelasert, natürlich passte es nicht beim ersten Versuch.

Für die Flächen habe ich selbstklebendes Eichenfurnier genommen. Das wurde von mir grau-beige angemalt und nach dem Trocknen mit einem Alkoholmarker geschwärzt. Das gibt eine hauchdünne Lackschicht, die ich mit etwas Schmirgel wieder abtragen kann und so einen rissigen Lack imitiere.

Jetzt konnte ich endlich die Leitern anbringen.

Mehr Schmutz!
So ein Wagen wird mit staubenden Gütern beladen und es gibt viele Ecken. Also sollte ich mir etwas Mühe mit der Alterung geben. Im Blick habe ich dabei, wo sich welcher Schmutz ablagert.

Wo selten Regen hinkommt sammelt sich Staub, Ladegut geht beim Beladen daneben und an der Bremse entsteht Flugrost. Davon lasse ich mich leiten.

Ich habe neben der Airbrush viel mit PanPastel gearbeitet.

Das war sicher einer meiner aufwendigsten Umbauten und ich habe rund sechs Wochen meinen Spaß gehabt. Wenn ich den umgebauten Wagen mit dem schachtelfrischen Ausgangsmaterial auf dem nachfolgenden Bild vergleiche bin ich zufrieden, denn so sieht Eisenbahn aus!

Ich wüsche viel Spaß beim Nachbau.