Gabelstapler in 3D-Druck

Kleiner Gabelstapler

Da vor einiger Zeit kaum kleine Gabelstapler in 1:45 zu kaufen waren habe ich mir einen selbst gebaut. Die Wahl fiel auf einen Muli-Stapler, der von Still Anfang der 1950er-Jahre entwickelt wurde. Damals sollte der Warenumschlag rationalisiert werden, es fehlten Arbeitskräfte. So brauchte man statt vier bis fünf Arbeiten zum händischen Umschlag nur noch einen Fahrer. In der Literatur gibt es genue Rechnungen, ab wann sich die Beschaffung eines Gabelstaplers lohnte und wie die Verfügbarkeit der unterschiedlichen Lösungen Ladearbeiter, Stapler mit Akku und Stapler mit Motor war.

Der Stapler ist relativ niedrig und sehr wendig um problemlos einen gedeckten Güterwagen beladen zu können. Der heute übliche Schutz des Fahrers gegen herabstürzende Ladung war zu dieser Zeit noch nicht vorhanden.

Das Modell habe ich nach Fotos und einem in der Nähe noch existierenden Original in CAD gezeichnet. Nach dem 3D-Druck und der Montage sieht das Modell so aus:

Unlackierter Gabelstapler

Da fehlt eindeutig noch etwas Farbe.

Vor dem Lackieren muss das Material noch von Öl befreit werden. Dazu habe ich die Teile in lauwarmes Wasser mit Spülmittel für 15 Minuten in einen Ultraschallreiniger gelegt. Mit warmen Öl wird das Stützmaterial bei diesem 3D-Druckverfahren gelöst, meist nimmt man dazu normales Speiseöl. Mehr zum 3D-Druck kann man in diesem Buch lernen.

Grundiert habe ich mit normaler Grundierung aus der Sprühdose. Lackiert habe ich dann mit Tamiya-Farbe.

So ist es besser:

Angemaltes Modell

 

 

Das Bild habe ich auf der Intermodellbau gemacht, netterweise durfte ich den Gabelstapler auf die Anlage des „Spur 0 Team Ruhr Lenne“ stellen, vielen Dank dafür.

Zwischenzeitlich ist der Stapler auch bei dem Spur 0 Kaufhaus Schnellenkamp als Bausatz erschienen, siehe http://www.spurnull-magazin.de/neuheiten/anlagenausstattung/gabelstapler-muli/

 

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